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2-6 °C – ganztägige Regenschauer, Starkregen ab 16:00...

Das war der Wetter-Forecast für Montag, 17. April in Melk – Stand Sonntag Abend.
Montag Früh gleiche Auskunft am Wetterradar. Anfahrt nach Melk auf der A1 durch den Wienerwald im Starkregen. Ankunft Melk – Toni Weissenböck hat Winterreifen!! auf seinem 911! Was tun wir hier eigentlich?
Der Start war nicht vielversprechend für unser ganztägiges Fahrtechnik-Perfektionstraining am Wachauring, um den „Popometer“ für die Saison scharf zu machen. Wird wohl eher ein (Oster)Eiertanz!

Dieses Jahr fand die Saisoneröffnung am Wachauring erstmals gemeinsam mit dem Porsche Club Wien statt. Julius Ehrlich vom PCW und Reinhard Decker haben den Event gemeinsam hervorragend organisiert. Genannt hatten 18 Teilnehmer – 15 Tapfere waren erschienen, mit dem Vorhaben dem Wetter zu trotzen.

Der Start-Grid war mit einem beeindruckend Querschnitt von Porsche Modellen über mehr als 4 Jahrzehnte besetzt. Hier ein Auszug:

Nach dem obligatorischen Kaffee um 8:00 und dem Fahrer Briefing um 9:00 Uhr die erste Überraschung: trockene Strecke, kein Regen! 6 °C.

Mit dem richtigen Reifendruck ging es in die Einführungsrunden – Motoröl und Reifen auf Temparatur bringen. Unter Anleitung des Instruktors wurde präzises Linien-Fahren geübt und langsam das Tempo gesteigert.
Nach einigen Umläufen wurden die Teilnehmer in 4 Gruppen aufgeteilt. Mit 4-5 Autos auf der Strecke war freies Fahren zu je 15min Blöcken angesagt.

Während sich alle Teilnehmer am präzisen Linienfahren versuchen, macht ein Teilnehmer durch auffälliges Verhalten auf sich aufmerksam und trägt wesentlich zur Unterhaltung bei: Toni Weissenböck
Der plötzlich aufkommende Nebel war kein Wetterumschwung, sondern der Reifenqualm vom Toni! Er veranstaltete seine „private“ Drift-Challange – jede Kurve wurde „quer“ genommen – und mit entsprechendem Szenen Applaus von der Bühne bedacht. Die Winterreifen waren bald platt und Toni musste auf „frische“ Pneus umstecken (alte Schlapfen, bestens geeignet um mittels herrlicher Drifts verheizt zu werden!)

Hannes Kotratschek stellt inzwischen fest, dass nach der langen Rechtskurve nach der Start-Ziel geraden der Rasen noch etwas hoch steht – Hannes zeigte Einsatzfreude und bringt die Wiese dort kurzerhand mittels GT3 auf das Niveau eines englischen Rasens! (der Wachauring überlegt dort jetzt die Eröffnung eines Golf-Greens). Konsequenterweise war der weiße GT3 jetzt auf Racing-Green „umlackiert“. Danke für die motivierte Einlage!

Schwarze Wolken zogen um den Wachauring herum – bis auf ein paar Tropfen blieb es bis zum Mittagessen trocken! Der Wettergott meint es gut mit uns...

Am Nachmittag wurde das Training wieder aufgenommen. Jetzt mit Transponder und Zeitnehmung.

Noch immer ziehen die Wetterfronten um uns herum – bis jetzt hat es aber nur ein wenig getröpfelt. Das Wetterrader gibt uns die Hoffnung, dass die große Front erst zwischen 18:00 und 19:00 den Wachauring erreicht.

Ich nutze die Möglichkeit, einige Runden mit Fritz Böhler am Beifahrersitz zu fahren. Nach der Schickane in der Kompression – Anfahrt zum engen S-Geschlängel habe ich eine neue Linie vom Profi gelernt. Danke Fritz, für die Lehrstunde!

Dann kam doch ein kleiner Regenschauer und das Grip-Niveau auf der Strecke reduzierte sich erheblich. Jetzt war der Popometer und viel Gefühl gefordert. Nach 10 min war’s das mit dem Regen und die Strecke trocknete wieder auf.

Toni beglückt uns weiter mit seiner privaten Drift-Challenge und Hannes findet noch ein paar Stellen am Ring die der Rasenpflege bedürfen und trimmt die Stellen entsprechend.

Bevor es wirklich langweilig wird (Hannes konnte keine unbearbeitete Stelle zur Rasenpflege mehr finden, und Toni hatte seine Reifen bereits abgebrannt) starten wir um 15:00 den Gleichmäßigkeits-Bewerb.

Der Gleichmäßigkeits-Bewerb wurde in 2 Durchgängen zu je 10 Runden ausgetragen (jegliche Unterstützung mittels Zeitnehmung, Uhr, Trip-Computer, Beifahrer etc war verboten). Die erste volle Runde wurde als Referenzzeit genommen. Weitere 9 Runden wurden gefahren. Die durchschnittliche Abweichung der 9 Runden zur Referenzzeit wurde gemessen. Der Bewerb wurde in 2 Klassen ausgetragen:
Fahrzeuge bis BJ 1997
Fahrzeuge ab BJ 1998

Hier kurz ein Überblick, über die jeweiligen schnellsten Runden beim Gleichmäßigkeits-Bewerb:

Das Niveau war sehr hoch und es wurde im Zehntel-Bereich um den Sieg gekämpft. Den Gesamt und Tagessieg holte sich Fritz Böhler mit einer durchschnittlichen Abweichung von nur 0,325 s von den Referenz-Zeiten!!

Zufriedene und Beglückte Gesichter, mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Grinser im Gesicht. So kann man die Stimmungslage kurz vor der Siegerehrung beschreiben. Jeder schien zufrieden zu sein. Das Wetter hat gehalten. Manche hatten eine paar Zehntel im Vergleich zum Vorjahr auf der Strecke gefunden, Toni hat seine alten Schlapfen erfolgreich verbrannt und Hannes bekommt ein Angebot als Greenkeeper für den Wachauring. 

Während der Siegerehrung kam die Wetterfront – heim ging es wieder im Starkregen. Diesmal  war der Wettergott auf unserer Seite!

Wir freuen uns auf das nächste Mal!

gez. Michael Regner

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